Eine Sonne aus der Automatenwelt
Merkur erkennt man oft schon am Symbol neben den Walzen: der gelben Sonne mit Gesicht. Das passt zu einer Marke, deren Geschichte eng mit dem tatsächlichen Automaten verbunden ist. Große Bildmotive, übersichtliche Walzen und klar markierte Sonderfunktionen prägen auch viele ihrer digitalen Spiele. Eye of Horus und Blazing Star zeigen zwei sehr unterschiedliche Seiten dieser Herkunft.
Die Unternehmensgeschichte begann 1957, als Paul Gauselmann nebenberuflich Musikautomaten aufstellte. In den 1970er-Jahren folgten eigene Geldspielgeräte und die Merkur-Sonne als Markenzeichen. Aus dieser Entwicklung entstand die heutige MERKUR GROUP. Seit Anfang 2024 trägt die frühere Gauselmann AG als Holding den Namen MERKUR.COM AG.
Merkur Gaming ist die internationale Vertriebs- und Entwicklungsmarke von adp MERKUR innerhalb der Gruppe. Für digitale Merkur-Inhalte gehört auch die technische Bereitstellung über die Gruppengesellschaft edict zum Hintergrund. Die Sonne verbindet also mehrere Tätigkeiten: Spieleentwicklung und Geräte, digitale Inhalte und Spielbetriebe. Ein Herstellerporträt folgt den Spielen durch diese Welt, statt sie mit dem Angebot eines einzelnen Betreibers gleichzusetzen.
Der Blick aus Österreich: vertraute Formen, deutsche Wurzeln
Merkur ist eine deutsche Marke. Die Nähe zur österreichischen Automatenkultur liegt in den gemeinsamen Formen: Früchte, Siebener, fünf Walzen und ein markanter Wechsel in die Bonusphase. Wer Novomatics Klassiker kennt, findet hier vertraute Bilder, aber nicht dieselben Spiele oder dieselbe Unternehmensgruppe.
Einen konkreten Bezug zu Österreich hat die Gruppe unter anderem über ihr Sportwettgeschäft: MERKUR BETS, zuvor XTiP, ist auf dem deutschen und österreichischen Markt aktiv. Diese Präsenz gehört zur Markengeschichte; die nachfolgenden Abschnitte richten den Blick auf die Slotideen selbst. Besonders ergiebig ist der Vergleich von Horus, Spiegel und den beiden Fruchtspielen.
Eye of Horus: Der Falke hebt die Bildsymbole an
Zwischen Skarabäus, Anubis und Anch fällt Horus als hohe Figur auf. Sein Wild kann sich über die gesamte Walze ausdehnen und reguläre Symbole ersetzen. Die Tempel-Scatter führen in die Freispiele. Dort bekommt Horus eine zusätzliche Rolle: Die Bildsymbole werden stufenweise zu höherwertigen Motiven aufgewertet.
Damit verschiebt sich der Reiz des Bonus. Sie beobachten nicht nur die einzelne Kombination, sondern auch, welche Symbole durch die nächste Aufwertung an Wert gewinnen. Die ägyptische Bühne liefert dafür eine gut lesbare Reihenfolge von Motiven. Ein Eingriff betrifft die Walze, der andere die Wertigkeit der Bilder – zwei verschiedene Bewegungen innerhalb derselben Runde.

Das unterscheidet den hier beschriebenen Klassiker von Book of Ra und Book of Dead. Deren Freispiele kreisen um ein zuvor bestimmtes Expansionssymbol. Bei Eye of Horus gehört die stufenweise Aufwertung zum eigenen Profil. Später benannte Fassungen wie The Golden Tablet sind gesonderte Weiterentwicklungen.
Magic Mirror: Ein Spiegel wählt das Bild für den Bonus
Eine geheimnisvolle Lady, ein Einhorn und ein Ring verlegen die klassische Walzenform in eine Märchenwelt. Im hier beschriebenen Magic Mirror läuft das Grundspiel auf fünf Walzen und zehn festen Linien. Der Spiegel übernimmt zugleich Wild- und Scatter-Aufgaben. Mindestens drei Spiegel öffnen zehn Freispiele.
Vor ihrem Beginn wird ein Spezialsymbol bestimmt. Erscheint es in passender Konstellation, wächst es über die volle Walzenhöhe; seine besondere Wertung braucht nicht ausschließlich unmittelbar benachbarte Walzen. Der Blick springt deshalb zwischen den einzelnen Exemplaren dieses einen Motivs hin und her. Sobald sie sich ausbreiten, bekommt das vorher gewöhnliche Bild die Hauptrolle.

Die Verwandtschaft zur Buchmechanik ist deutlich, die Bildwelt eine andere. Magic Mirror deluxe und Magic Mirror Wild führen die Spiegelwelt als eigene Nachfolger weiter. Der hier beschriebene Klassiker konzentriert seine Freispiele auf das vorab ausgewählte Spezialsymbol.
Blazing Star: Der Stern ist ein Ziel, kein Bonusknopf
Kirschen, Wassermelonen, Orangen und Pflaumen verteilen sich vor dem dunklen Hintergrund. Darüber steht der leuchtende Stern als höchstwertiges Motiv. Der klassische Blazing Star nutzt fünf Gewinnlinien, die von links nach rechts gelesen werden. Sein Charakter liegt in den direkten Symbolkombinationen: Es gibt keine zusätzliche Freispiel- oder Sammelfunktion, die das Fruchtspiel in eine andere Bühne verwandelt.
Diese Beschränkung gibt dem Ablauf eine eigene Klarheit. Die Früchte bilden nicht die Wartezone vor dem „eigentlichen“ Spiel, sie sind das Spiel. Der Stern macht sich durch seinen Symbolwert bemerkbar. Bei NetEnts Starburst löst der namensgebende Stern dagegen wachsende Wilds und Respins aus; bei Sizzling Hot deluxe werden Sterne als Scatter gewertet.

Fruitinator: Fruchtspiel mit verschiedenen Linienfassungen
Fruitinator führt die Vorliebe für Früchte und Siebener weiter. Der Name begegnet Ihnen inzwischen in mehreren Fassungen. Ein konkretes Beispiel ist Fruitinator 20: fünf Walzen, 20 Gewinnlinien und ein bewusst klassisches Fruchtbild. Hier sind es die zusätzlichen Linien, die die Anordnung der Treffer verändern.
Die gezeigte 20er-Ausgabe besitzt keine Freispiele. Das unterscheidet sie von späteren Erweiterungen, die dem bekannten Namen eigene Zusatzfunktionen geben. Zusammen mit Blazing Star zeigt sie eine Stärke des Merkur-Portfolios, die neben den Fantasy- und Ägyptenspielen leicht übersehen wird: Spiele, deren visuelle Mitte tatsächlich aus Früchten, Siebenern und Linien besteht.

Zwischen klarer Linie und wandelbarem Bonus
Merkurs auffällige Stärke ist diese Spannweite innerhalb einer vertrauten Form. Eye of Horus verändert Bildwerte, Magic Mirror konzentriert die Freispiele auf ein Spezialsymbol, Blazing Star und Fruitinator 20 halten den Ablauf im Grundspiel. Wer zwischen ihnen wechselt, sieht schnell, dass ein klassisches Walzenfeld keine einheitliche Mechanik vorschreibt.
Die Herkunft bleibt sichtbar, auch in Bedienleisten und der betonten Trennung der Spielphasen. Wer stattdessen ein Feld sucht, das nach jedem Treffer neu zusammengesetzt wird, findet bei Moon Princess einen anderen Rhythmus. Gonzo’s Quest hält zwar an Linien fest, lässt seine Steine aber nachfallen.
Auch Pragmatic Play stellt gern eine klar erkennbare Figur oder Funktion in den Mittelpunkt. Der Unterschied liegt in der Ausgestaltung: Der Angler sammelt Geldwerte, während Horus die Bildsymbole aufwertet. Solche Vergleiche führen näher an den Charakter der Hersteller heran als eine lange Liste ähnlich klingender Spielnamen.
Häufige Fragen
Ist Merkur ein österreichischer Hersteller?
Merkur hat deutsche Wurzeln in der von Paul Gauselmann aufgebauten Unternehmensgruppe. Die heutige MERKUR GROUP ist unter anderem über ihr Sportwettgeschäft auch in Österreich vertreten. Novomatic ist eine eigenständige österreichische Gruppe.
Was unterscheidet Eye of Horus und Magic Mirror?
Eye of Horus verbindet Horus-Wilds mit einer stufenweisen Aufwertung der Bildsymbole in den Freispielen. Magic Mirror bestimmt vor dem Bonus ein Spezialsymbol, das sich über Walzen ausdehnen kann.
Haben Blazing Star und Fruitinator 20 Freispiele?
Die hier beschriebenen klassischen Fassungen haben keine Freispiele. Blazing Star stellt seine Fruchtsymbole und den Stern in den Mittelpunkt; Fruitinator 20 nutzt fünf Walzen und 20 Linien.
Redaktioneller Hinweis
Aktualität und Quellen
- Zuletzt geprüft
- Verwendete Quellen
- MERKUR GROUP: Paul Gauselmann und die Anfänge der Unternehmensgruppe
- MERKUR GROUP: Umbenennung der Holding zum Jahresbeginn 2024
- MERKUR GROUP: MERKUR BETS in Deutschland und Österreich
- MERKUR: Eye of Horus
- MERKUR: Magic Mirror
- MERKUR: Blazing Star
- MERKUR Gaming: Fruitinator 20
- MERKUR GROUP: Merkur Gaming als internationale Marke
- MERKUR GROUP: edict und digitale Spiele